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2. Etappe - Oz en Oisans --> L'Alpette: Der Aufstieg!

Die ersten beiden Etappen lagen sehr nah beieinander. Am Abend vorher startete die TDM mit ihrem berühmten Massenstart, am nächsten Morgen folgte schon der Startschuss der zweiten Etappe. Der Trail ging ebenfalls über 5,3 km und knappe 700 Höhenmeter! "Up we go!" bekam eine ganz neue Bedeutung. 

Nachdem Anja die Nacht aufgrund von Bauchschmerzen kein Auge zubekam, stand um 6 Uhr fest, dass diese Etappe für sie gelaufen ist. Matti sollte alleine mit Carlos an den Start gehen. Nach zwei Buscopan, zwei IBUs und einer Stunde Schlaf verkündete sie dann doch noch die "frohe" Botschaft: " So eine !?&$§&/§ Sch****e! Ich kann doch nicht schon bei Etappe 2 einknicken. Nee nee, wir müssen mich da hochschaffen und wenn ich heule. Mir egal! Wir schaffen das!"

 

Gesagt, getan. Ohne Schlaf und ohne Grundlage sollte das ein ganz schöner Kampf werden. 

 

Der Anfang der Strecke war noch ziemlich human. Wir liefen erst durch die Straßen der Skistation und bogen dann in Richtung des Waldes ab. Auch hier erwarteten uns wieder wunderschöne Singletrails mit Bachläufen. So langsam ließ sich nach ca. 1,5km erahnen, wie diese Reise weitergehen würde. Rauf, rauf und nochmals rauf!! Es glich teilweise eher einer Wander-/Kletterpartie als einem Lauf. 

Nach ca. 3 km machten wir die erste kurze Verschnaufpause, da Anjas Mindsetting drohte zu kippen, aber Matti fing das erfolgreich auf und schwups war er wieder da, der Kampfgeist! 

Meter für Meter ging es nach oben. Nach einiger Zeit hatten wir die Baumgrenze erreicht und wurden mit einem wunderbaren Blick auf die Berge belohnt. Die Schinderei hatte sich gelohnt! SO SEHR! Bald darauf wurde dann die Gondelstation in der Ferne sichtbar. Dort sollte dieser Aufstieg enden, aber wie das meistens so ist, ist das Ziel doch noch nicht so nah, wie vermutet. Da wir jetzt nicht mehr im Schutz des Waldes liefen, wurde es langsam etwas warm, aber auch auf dieser Strecke war für ausreichend Wasser für die Hunde gesorgt. 

Und da kam er, der letzte Berg. Jetzt wurden die letzten Kräfte mobilisiert, um endlich das Ziel der zweiten Etappe zu erreichen. 

 

Hand in Hand ging es über die Finishline. Geschafft! 

Als Erstes haben wir die Hunde gewässert und die Verpflegungsstation geplündert. Danach haben wir uns ein hübsches Plätzchen gesucht, um die Zieleinläufe von Henning und Martina auf keinen Fall zu verpassen. 

 

*JUBELJUBELFREUFREU*

Wir beendeten alle ziemlich geschafft, aber glücklich die zweite Runde der TDM. 

Dies waren die wohl härtesten 5 Kilometer unseres Lebens, aber genau dafür sind wir hier. Wir möchten gemeinsam über unsere Grenzen hinauswachsen! 

Unsere Hunde hatten die Adventuretime ihres Lebens. Beide haben die gesamte Strecke durchgeackert und nie den Fokus verloren. Wahnsinn! Unser Bizkit war endlich wieder voll in seinem Element, die alte Abenteurerhuskete. Er war Anja ein loyaler und rücksichtsvoller Trailfinder. Dogtrekking ist seine Welt!

Auch auf Carlos war wie immer Verlass. Jeden Trail meistert er mit der selben Motivation und Freude am gemeinsamen Laufen. Ihr seid der Hammer, Jungs!!!

 

Morgen starten wir in die wohl schönste Etappe der TDM. Den Rundkurs um die Seen der L'Alpette.

Hier erwarten uns zwar nicht besonders viele Höhenmeter, aber ein anspruchsvoller und technischer Trail. 

In diesen Lauf werden wir wohl mit ziemlich schweren und malträtierten Beinen starten. ;-)

 

NO PAIN, NO GAIN!

 

Muchos Grüße,

 

Anja & Matti

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Victoria (Montag, 05 August 2019 18:35)

    Toll geschrieben. Genauso isses!!!

  • #2

    Manuela (Montag, 05 August 2019 22:25)

    Man kann richtig mitfühlen.... Toll das ihr es als Team gemeistert habt....